VPS-Hosting mit Proxmox

Ich wollte schon länger mal meine aktuelle Konfiguration dokumentieren, mit der ich u.a. dieses Blog hier betreibe. Das System läuft “virtuell” in einer Proxmox-Umgebung auf einem Hetzner-EQ6-Server und ich bin sowohl von der Flexibilität als auch von der Performance sehr begeistert.

Grundprinzipien

Als Basissystem dient Proxmox, eine Open Source VPS-Lösung, die auf OpenVZ aufbaut. Kommerzielle Lösungen wie Virtuozzo funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

Die Websites laufen alle gekapselt in eigenen VPSen hinter einem nginx-Reverseproxy. Ein zentraler Datenbankserver dient als Host für die MySQL-Datenbanken. Außerdem gibt es einen zentralen Postfix-Server für den Mailverkehr.

Die NAT-Umsetzung und Firewall-Funktionen werden auf dem “Host” mit Shorewall verwaltet.

Übersicht

SystemaufbauIch habe ein Dia-Schaubild erstellt, um den Systemaufbau zu verdeutlichen. Alle Hosts hängen an der Bridge vmbr0 und werden über private IP-Adressen adressiert. Ich habe mich für diese Variante entschieden, da ich von Hetzner maximal 4 öffentliche IP-Adressen bekomme und es außerdem für die “internen” Hosts absolut unnötig ist, die immer knapper werdenden IP-Adressen zu vergeuden.

Das Thema IPv6 ist momentan noch offen. Falls ich mal wieder Zeit und Lust habe werde ich versuchen, meine Websites auch komplett über IPv6 erreichbar zu machen.

Alle Hosts werden automatisiert nachts per Snapshot gesichert und mit ftplicity auf dem Hetzner-eigenen FTP verschlüsselt abgelegt. Nebenbei dient mir der üppige Speicherplatz von 1.5 TB als Ablage für die Crashplan-Sicherung meines Clients. Aber dazu später mehr 😉

Weiterführende Links

Bei der Installation des Systems waren folgende Links sehr hilfreich:

Fazit

Im Vergleich zu meiner alten Konfiguration mit XEN-Hosts bin ich mit Proxmox wesentlich flexibler: Eine VPS ist dank der Proxmox-Templates innerhalb weniger Minuten angelegt und verfügbar. Außerdem wird der Arbeitsspeicher des Hosts besser ausgenutzt, da eine VPS ihren Speicher dynamisch belegt und nicht der komplette Speicherbereich wie bei XEN im Voraus belegt wird.

Die Performance ist super, ich kann keine Nachteile gegenüber XEN feststellen. Für mein Blog und die anderen Webs ist die Geschwindigkeit auf jeden Fall mehr als genug.

Falls ihr Interesse habt, kann ich gerne weitere Details der Konfiguration veröffentlichen. Postet einfach eure Wünsche in den Kommentaren…

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6 comments

  1. Wieder ein sehr interessanter Artikel von dir. Danke!

    Klar, an den Conf-Dateien bin ich immer interessiert.

    Warum hast du dich bei Hetzner für den EQ6 entschieden und nicht für den kleineren? Nur für 4 GB mehr RAM?

    1. Ich schau was ich tun kann 😉
      Ich habe den EQ6 vor allem wegen des üppigen Speicherplatzes (2x 1.5TB) genommen, da ich dort auch meine Crashplan-Sicherung ablegen wollte.