Logitech Harmony 555

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Kurz vor Weihnachten habe ich mir beim Elektronikhändler meines Vertrauens eine Logitech Harmony 555 gekauft, weil ich die Nase von meinen x herumfliegenden Fernbedienungen auf dem Tisch endgültig voll hatte. Die Fernbedienung punktet durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Außerdem wird sie online mit frischen Infrarot-Codes versorgt, was das Gerät entsprechend zukunftssicher macht.

Außerdem besitzt die Fernbedienung einen Bewegungssensor (oder was auch immer). Bei Bewegung, z.B. Betreten des Zimmers, fängt sie an zu leuchten, was der Auffindbarkeit in dunklen Räumen sehr entgegen kommt. Komischerweise wird dieses wirklich tolle Feature nicht auf der Packung erwähnt.

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht.

Installation und Konfiguration

Die Fernbedienungen ist in einer Blister-Verpackung so eingepackt, dass sie im Laden bereits ausprobiert werden kann. Aus diesem Grund befindet sich ein Batteriesatz in der Fernbedienung und ein Ersatz-Batteriesatz in der Packung. Sehr schön! Ich hatte nur leider das Pech, dass meine Batterien in der Fernbedienung schon fast leer waren. Mit aktuellen Einstellungen wird die Fernbedienung über eine Windows-Software versorgt, was mir als Linux-User doch ein wenig aufgestoßen ist. Zum Glück hat man immer irgendwo Zugriff auf einen Windows-fähigen PC…

Für Einsteiger absolut geeignet ist die Software, da sie alle nötigen Einstellungen in guter alter Wizard-Manier abfragt. Leider wird einem Power-User solch ein Assistent jedoch schnell zu viel und zu umständlich – aber im Normalfall stellt man das Ding einmal ein und korrigiert noch ein paar Kleinigkeiten und danach wird man die Software sowieso wieder löschen. Für mich unverständlich: man muss bei der Erstinstallation einen Account bei Logitech (in der Software integriert) anlegen, angeblich, damit die Daten gespeichert werden können. Das ist unnötig.

Die Konfiguration ist denkbar einfach: Durch Auswahl der Gerätekategorie bzw. der Eingabe der Bezeichnung (z.B. Samsung LE37M86 BDX) werden die akutellen Codes aus dem Internet heruntergeladen und für die Verwendung gespeichert. Am Ende der Konfiguration werden die Daten per USB auf die Fernbedienung übertragen.

Verwendung

Ein schönes Feature sind die sogenannten Activities. Dadurch legt man z.B. “Fernsehen” oder “Spielen” oder “Musik hören” als vordefiniertes An- oder Ausschalten bestimmter Geräte fest, was den Komfort doch sehr erhöht. Weiterhin lässt sich die vorkonfigurierte Tastenbelegung über die Software eigenen Gegebenheiten anpassen. So habe ich z.B. die fehlende “Opt”-Taste meines Humax-Digitalreceivers als Softkey (am Display) definiert und kann darüber nun bei Premiere die Sprache umschalten. Außerdem waren in der Default-Konfiguration des Humax (PR HD-1000C) die “Guide” und “Info”-Taste vertauscht. Auch das konnte ich problemlos anpassen.

Weiterhin hatte ich das Problem, dass sich mein Samsung-LCD beim Ausschalten auf HDMI2 (bei “Spielen”) beim Aktivieren der Aktion “Fernsehen” wieder fälschlicherweise auf HDMI2 aktivierte. Auch dies ist kein Problem, da man über die Software zusätzliche “Tasten” definieren kann, die beim Aufruf einer Aktion ausgeführt werden. Jetzt bekommt er einfach nochmals das Signal für “HDMI1” bzw. bei “Spielen” für “HDMI2” und alles ist in Ordnung.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, alle wichtigen Tasten sind beleuchtet und gut zu erreichen. Das Dot-Matrix-Display ist dank Hintergrundbeleuchtung gut lesbar und bietet Platz für die Activities sowie die Softkeys, die man übrigens auf mehreren Seiten durchblättern kann, falls die “1. Seite” nicht ausreicht.

Die Leuchtkraft der beiden (!) Infrarot-LEDs scheint äußerst stark zu sein. Es reicht, die Fernbedienung irgendwo im Raum liegen zu haben und sie muss auch nicht auf das zu bedienende Gerät gerichtet sein. So ist das toll.

Fazit

Für knapp 60 EUR bekommt man eine gut ausgestattete Universalfernbedienung, die die 20EUR-Modelle aus dem Discounter weit hinter sich lässt. Pluspunkte sind die frei definierbaren Aktionen sowie die flexible Tastenbelegung. Durch den Download der Codes wird sie auch übermorgen noch funktionieren. Die kleinen Schwächen der Software (Assistent) sowie die einzige Unterstützung von Windows kann man getrost unter den Tisch fallen lassen. Ich persönlich benötige kein “besseres” Modell mit Farbdisplay o.ä. und bin daher der Meinung, dass die Logitech Harmony 555 das ideale Gerät ist, um den heimischen Wohnzimmerelektronik-Fuhrpark bequem mit einer Hand zu bedienen.

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2 comments

    1. Cool, danke für den Hinweis. Was es nicht alles gibt 🙂
      Werds bei Gelegenheit mal testen und hier darüber berichten.